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Was musst du nach dem Kauf von Presets wissen: Meine Tipps für eine erfolgreiche Bildbearbeitung

Fall du dich beim Thema Bildbearbeitung noch nicht so gut auskennst, kann es zunächst sehr kompliziert sein Lightroom gleich auf Anhieb zu verstehen und all die Tools und Anwendungen richtig zu nutzen. Jedoch ist die Bildbearbeitung mit Lightroom wirklich nur zu empfehlen, da die Qualität der Bilder viel besser ist, im Vergleich zur Anwendung von VSCO oder Instagram Filtern. Die Bilder können mit Lightroom ganz individuell und je nach Vorlieben angepasst werden, manches kann sogar "gerettet" werden (dazu später mehr)

 

Wer sich absolut nicht mit dem Programm auskennt und dennoch tolle und professionell aussehende Bilder haben möchte, der kann sich bereits vorgefertigte Presets kaufen, wie sie beispielsweise in meinem Shop zu finden sind, und diese dann einfach auf sein eigenes Bild übertragen.

 

In diesem Artikel möchte ich erklären, was man mit erworbenen Presets machen kann und was im Nachhinein noch angepasst werden kann/soll, damit man ein perfektes Bildergebnis erhält. Ebenso gebe ich euch einen tollen Tipp zu einer Funktionen in Lightroom, mit der ihr eure Bilder "retten" könnt. 

 

  1. Gekaufte Presets - Was muss ich nach der Anwendung noch anpassen?

Wie bereits erwähnt sind Presets eine tolle Sache, wenn ihr euren Bildern einen bestimmten Look verleihen möchtet. Und in manchen Fällen wendet ihr ein Preset an und es passt perfekt und bedarf keinerlei Veränderung. Jedoch solltet ihr bedenken, dass jedes Bild unterschiedlich ist und somit ein und dasselbe Preset jedes Mal anders aussehen kann. Das hängt unter anderem mit der Belichtung zusammen sowie mit der Tageszeit und Kamera. Deshalb ist es wichtig, dass man gewisse Dinge im Nachhinein anpasst, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Hier möchte ich euch einige der Dinge nennen, welche ich auch selbst immer anpasse, sobald ich ein Preset benutze und welche Regler ihr lieber nicht anfassen solltet, da sich der Look dadurch komplett verändern könnte.

 

 

 

  • Belichtung

Diesen Regler müsst ihr fast immer betätigen, wenn ihr ein Preset anwendet. Da die Belichtung bei jedem Bild unterschiedlich ist kann es sein, dass ihr mal mehr mal weniger Licht hinzufügen müsst. Dies verändert den Look des Presets in keinster Weise, kann aber dafür sorgen, dass euer Bild noch besser aussieht. Jedoch solltet ihr nie zu viel oder zu wenig Licht hinzufügen, da ihr wohl kaum über- oder unterbelichtete Bilder haben möchtet.

  • Kontrast

Beim Kontrast würde ich nicht viel verändern, da dies den Look des Presets stark verändern könnte. Deshalb rate ich euch davon ab diesen groß zu verändern.

  • Lichter

Ebenso solltet ihr, außer es geht gar nicht anders, die Lichter nicht verändern, da auch dies die Wirkung eures Presets verändern könnte.

  • Tiefen

Das selbe gilt für die Tiefen. Diese sind ebenfalls in euren Presets speziell festgelegt und wichtig für einen bestimmten Look, welches zerstört wird sobald ihr diesen Regler verändert.

  • Weiß

Auch hier ist meist alles so eingestellt, dass ihr nichts mehr verändern müsst. Solltet ihr aber etwas mehr oder weiniger weiß hinzufügen wollen, ist das gar kein Problem.

  • Schwarz

Ebenso könnt ihr etwas mehr oder weniger schwarz hinzufügen, es wird das Bild nicht drastisch verändern.

  • Klarheit

Hier ist wiederum wichtig nichts zu verändern, da auch dieser Regler für den Look den ihr erworben habt wichtig ist. Sollte euer Bild jedoch durch ein Preset zu körnig werden, so könnt ihr diesen Regler etwas nach unten fahren. Aber eigentlich sollte das in den wenigsten Fällen passieren, meist ist das nur bei JPG Dateien der Fall. Wenn ihr im RAW Format eure Bilder shootet sollten sie kaum oder gar nicht körnig werden.

  • Dunst entfernen

Ich würde euch raten diesen Regler ebenfalls nicht zu verändern.

  • Dynamik

Auch hier müsst ihr nichts mehr verändern.

  • Sättigung

Ebenso muss bei der Sättigung nichts mehr verändert werden.

 

 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in den meisten Fällen die Belichtung individuell angepasst werden muss.

 

 

          2.  Wie rette ich einen überbelichteten Bildbereich

 

Wie in diesem Beispielbild zu sehen, sind die Berge im Hintergrund sehr überbelichtet und im Originalbild kaum zu sehen. Dies kann passieren, wenn unterschiedliche Lichter in einem Bild vorhanden sind und der Vordergrund deutlich dunkler ist. Um diesen Bereich zu "retten" müsst ihr eure Bilder zunächsteinmal im RAW Format shooten. Dieses Format erlaubt, dass viel mehr Bildinformation gespeichert wird und ihr dadurch solche problematischen Bereiche wieder reparieren könnt.


Es gibt zwei Möglichkeiten, einmal die kostenlose und eine kostenpflichtige. Beide Möglichkeiten funktionieren mit der Lightroom CC App sowie mit der Desktop Version von Lightroom.

 

Beide Methoden erkläre ich am Beispiel der Lightroom CC App. 

 

Kostenlose Methode:

Ihr benutzt das Tool "Lichter" und zieht es bis -100. Dadurch werden alle überbelichteten Stellen dunkler und der kaum vorhandene Himmel/Hintergrund kommt wieder zum Vorschein. Jedoch klappt diese Methode nicht immer.

 

Kostenpflichtige Methode:

Am besten klappt das Zurückholen des Himmels oder anderer Bereiche mit dem Tool "Verlaufsfilter", welcher aber nur in der kostenpflichtige Version von Lightroom verfügbar ist. Jedoch gelingt mit diesem Tool die Bearbeitung problemlos und funktioniert sowohl am PC als auch am Handy. Dafür zieht ihr einfach von oben nach unten den Filter und stellt dann, nur für diesen markierten Bereich, eigene Einstellungen ein. Hier könnt ihr dann wiederum die Lichter auf -100  setzen und die Tiefen höher. So kommt der Himmel ebenfalls zurück und der Rest des Bildes wird nicht verändert.

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